Franz W. (2001-2002) Biodiversität in ungenutzten Wäldern am Beispiel des Nationalparks Bayerischer Wald Veröffentlicht unter Standard

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Sehr geehrte Damen und Herren,

leider muss die geplante Veranstaltung abgesagt werden:

Umweltministerin Scharf hat sich vergangene Woche zum weiteren Vorgehen bei der Suche nach einem dritten Nationalpark in Bayern geäußert. Sie hat angekündigt, Gespräche mit den politisch Verantwortlichen erster Regionen zu führen, die fachlich grundsätzlich für einen Nationalpark geeignet wären. Wir bitten daher um Verständnis dafür, dass sich Vertreter des Nationalparks Bayerischer Wald bei diesem konkreten Gesprächsangebot der Ministerin derzeit nicht durch Fachvorträge oder sonstige Äußerungen in die Diskussionen einbringen wollen, insbesondere nicht in Regionen, die im Zusammenhang mit dem dritten Nationalpark bereits medial genannt waren.

Wir bedauern das sehr und planen in den nächsten Monaten eine lockere Veranstaltungsreihe zu diesem Thema!

Mit freundlichen Grüßen

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-Unser ehemaliger Mitzivi Joachim hat heute die unten stehende Meldung für uns, vielen Dank dafür an Dich, Joachim-

Die Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen des BUND Naturschutz lädt ein:

Biodiversität in ungenutzten Wäldern am Beispiel des Nationalparks Bayerischer Wald

Seit Beginn der forstwirtschaftlichen Nutzung unserer Wälder währt die Konkurrenz um die Ressource Holz zwischen dem Menschen und den Waldlebewesen, die auf Totholz angewiesen sind. Intensive Forstwirtschaft in Mitteleuropa hat dazu geführt, dass heutzutage sehr viele Arten, welche an alte Bäume und Totholz gebunden sind, auf den Roten Listen stehen und in genutzten Wäldern fehlen.

Manchmal versuchen Waldbesitzer durch geeignete Biotop- und Totholzkonzepte bei der Waldbewirtschaftung diesem Trend entgegenzusteuern. Viele Tier- und Pflanzenarten sind jedoch dringend auf großflächigen und dauerhaften Nutzungsverzicht angewiesen. Die Ausweisung von entsprechenden Schutzgebieten, z.B. Nationalparks, soll auch diesen Arten in unserer stark beanspruchten Zivilisations-Landschaft letzte Refugien bieten.

Seit nunmehr über 40 Jahren besteht der Nationalpark Bayerischer Wald. In dieser Zeit unterlagen die Wälder des Parks einer starken Dynamik durch Windwurf und Borkenkäfer. Das großflächige Absterben der älteren Fichtenbestände entfachte eine intensive emotionale Diskussion bis hin zu Vorwürfen, die Strategie „Natur Natur sein lassen“ führe zu einer „ökologischen Wüste“.

Die bayerische Staatsregierung hat dem Umweltministerium den Auftrag erteilt geeignete Flächen für einen dritten Nationalpark in Bayern zu suchen. Passend dazu lädt die Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen des BN Bayern e.V. zu einem Vortrag von

Dr. Claus Bässler, Waldökologe am Nationalpark Bayerischer Wald ein.

Am Beispiel des Nationalparks Bayerischer Wald soll im Rahmen des Vortrages beleuchtet werden, welche Effekte das Naturschutzinstrument „Großschutzgebiet“ auf die Entwicklung der Biodiversität hat.

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, den 15.11.2016 in der Jungbauernschule in Grainau. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Axel Doering, 1. Vorsitzender Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen, Telefon: 08821 / 3117

Nachtrag: Die Homepage ist nun auch live gegangen –> http://www.nationalpark-ammergebirge.info/

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