ZUK-Besucherinfos

Das ZUK ist 1988 in die ehemaligen Ställe und Tennen des Maierhofs eingezogen, die zu Bildungs- und Tagungs-,
Übernachtungs- und Ausstellungsräumen umgestaltet worden sind. Wir engagieren uns sowohl auf den klostereigenen Ländereien wie auch in den weitläufigen Loisach-Kochelsee-Mooren mit konkreten Projekten für den Erhalt von seltenen Arten und Lebensräumen und fördern eine nachhaltige Entwicklung in der gesamten Region.

Das Zentrum für Umwelt und Kultur vereint sechs weitgehend selbständig arbeitende Bereiche unter einem Dach:

  • die Umweltjugendbildungsstätte,
  • die Erwachsenenbildung,
  • die Akademie für Tagungen und Symposien,
  • das Tagungsbüro für die Vermietung der Räume an externe Veranstalter,
  • den Selbstversorgerbereich für Gruppen aller Art und
  • das Naturschutzbüro, zuständig für Naturschutz und Landschaftspflege in den Mooren des Landkreises
    Bad Tölz Wolfratshausen.

Quasi vor der Haustür des Klosters liegen die Loisach-Kochelsee-Moore.
Diese wertvolle Moorlandschaft entlang der Loisach entstand in der
Würmeiszeit vor mehr als 15.000 Jahren. Die ausgedehnten Nieder- und
Hochmoorflächen umfassen 3.600 ha. Nicht nur wegen ihrer Größe
zählen diese Moore zu den bedeutendsten Moorgebieten Süddeutschlands:
Das Gebiet zwischen Penzberg und Kochelsee ist aufgrund seiner
artenreichen Flora und Fauna sowohl ökologisch als auch touristisch
besonders wertvoll. Als Schutzgebiete von europaweiter Bedeutung ist
es als FFH- und Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Das Naturschutzbüro
des Zentrums für Umwelt und Kultur engagiert sich seit 1992 in Koope-
ration mit der Regierung von Oberbayern für die Pflege und Entwicklung
dieser einzigartigen Landschaft.

Das Bild rechts zeigt die abwechslungsreiche Folge von
extensiv genutzten Streuwiesen, naturnah erhaltenen Hochmooren und Futterwiesen. Diese großflächigen Lebensräume
sind reich an seltenen Tier- und Pflanzenarten. Wiesenbrütende Vogelarten wie der Große Brachvogel, Wachtelkönig, Bekassine,
Wiesenpieper und Braunkelchen leben hier in bedeutenden Populationen. Insgesamt brüten oder rasten in diesem Gebiet
mehr als 200 Vogelarten.
Viele vom Aussterben bedrohte oder in Bayern stark gefährdete
Reptilien, Amphibien und Insekten haben in dieser alten Kulturlandschaft eine Heimat gefunden, so die Kreuzotter und viele
seltene Libellenarten.

Vorrangiges Ziel des Naturschutzbüros im ZUK ist, durch enge Kooperation mit den Nutzern und
den zuständigen Behörden die Moore zu erhalten. Grundlage für die koordinierende Arbeit bildet
ein Pflege- und Entwicklungsplan.

 

Naturschutz nützt uns allen!

Maßnahmen für den Arten- und Biotopschutz bringen vielfältigen Nutzen für die Region:

  • Hochwasserschutz durch die große Pufferkapazität der Moore,
  • Grundwasserschutz aufgrund der Filterwirkung,
  • Förderung der kleinbäuerlichen oberbayerischen Landwirtschaft,
  • Erhalt einer vielfältigen, für einen sanften Tourismus interessanten
    Landschaft. Eine herausragende Rolle in der Landschaftsschutzarbeit spielen die
    beteiligten Bauern. Ohne ihre Bereitschaft, an Programmen für eine
    extensivere Bewirtschaftung der Flächen teilzunehmen, wäre ein Biotopschutz nicht möglich
    Dies ist ein BrachvogelIm Naturlehrgebiet des ZUK werden zum einen gefährdete Lebensräume in den Randbereichen der Loisach-Kochelsee-
    Moore erhalten und renaturiert. Gleichzeitig sollen in diesen Lebensräumen die Besucher kompetent informiert und zu
    einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur angeregt werden. Die Orte sind sorgfältig ausgewählt, so dass sensible
    Bereiche in der Moorlandschaft nicht gestört werden.

    Um insbesondere den vielen Besuchern des Klosters und den Gästen der Einrichtungen die Natur (be)greifbar zu machen,
    sind mit viel Engagement der angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiter am ZUK rund um den Maierhof und auf dem
    Klosterland Themengärten und Biotope zum Anschauen und Erleben entstanden. Zusammen mit den alternativ wirtschaft-
    enden Betrieben, der Biogärtnerei und der Energiezentrale können die Besucher einen umfassenden Eindruck von einer
    naturnahen Landschafts- und Gartengestaltung sowie einer ökologischen Wirtschaftsweise gewinnen.

    Kurz etwas zu ein paar Stationen:

  • Lehrpfade
    Es gibt verschiedene Lehrpfade rund um das ZUK und auch durch das umliegende Moor. Oft findet man Hinweiß- und Erklärungstafeln
    am Wegesrand die dem Spaziergänger, dem Wanderer, der Familie beim Ausflug schnell und einfach, oft bunt bebildert die einheimische Natur
    näherbringen. Neu ist heuer, der Schmetterlingspfad. Angelegt im letzten Jahr wird er dieses Jahr zum erstenmal die bunten Nektarfreunde aus dem
    Umland anlocken und uns in Erstaunen versetzen. Ein Paradies nicht nur für Naturliebhaber sondern auch für Fotografen.

 

  • Erlebnisbiotope
    Die Erlebnisbiotope befinden sich im Westen des ZUKs in Sichtweite des Klostergebäudes und der Koppel der Pferde der
    Jugendherberge. Auf beiden Seiten des Weges sind verschieden große Tümpel angelegt worden. Sie werden ausschließlich durch Grund- und Regenwasser
    gespeist und trocknen daher -je nach Größe- bei einem heissen Sommer durchaus einmal aus. Gedacht sind die Biotope zum erforschen der Kleinst- und
    Wasserlebewesen. Doch auch in der Luft spielt sich einiges ab: Libellen, Schmetterlinge, Wasservögel, verschiedenste Insekten schwirren hier durch
    die Luft und haben schon manches Stadtkind verzückt. Hier sind auch Führungen mit Mitarbeitern des ZUKs möglich. Mit Keschern, Lupen, Gläsern etc.
    ausgestattet wird hier Forschung am Objekt betrieben. Bei besonders eindrucksvollen Funden ist es auch möglich, diese mit ins Bioloabor zu nehmen
    und dort unter einem großen Fernseh-Mikroskop zu betrachten. Danach werden die Tiere selbstverständlich wieder an ihrem Ursprungsort freigelassen.
    Eine tolle Tour für Jung und Alt, Stichwort „Tümpelsafari“

 

  • Beobachtungsstände
    Verteilt im Naturschutzgebiet finden sich immer wieder Beobachtungsstände die von Klassen/Gruppen genutzt werden können.
    Dies erlaubt den Blick auf einen großen Horizont, auf Rehe, Füchse, Fledermäuse und viele andere Tiere. Ein besonderes Schauspiel sind die
    Balzflüge Kibitze.
  • Gärten
    Rund um das ZUK sind verschiedenste Gärten angelegt. Besonders der Kräutergarten auf der Südseite des ZUKs, direkt neben dem Biergarten des
    Klosterbräustüberls Benediktbeuern ist zu empfehlen. Eine Vielzahl von Kräutern und anderen heimischen Gewächsen sind hier angepflanzt und ausgeschildert.
    Dank der Pflege findet man hier sogut wie alles, vom riesigen Hopfen bis hin zum unscheinbaren Waldmeister.