Der Maierhof

Der Maierhof ist der Sitz des Zentrums für Umwelt und Kultur. Ursprünglich war der barocke Maierhof (von „major“, groß) für die landwirtschaftliche Versorung des Klosters zuständig. Er beinhaltete Stallungen, Lager-, Wirtschafts- und Wohnräume in einer damals unbekannten Qualität und Größe. Damit diente er auch als Vorzeigeobjekt der ökonomischen Landwirtschaft und war weit in die Lande hinaus bekannt.

Der Maierhof ist ein im Rechteck geschlossener Gebäudekomplex mit einer Seitenlänge von knapp 100 Metern. Die West-, Ost- und Nordseiten sind durch bogenförmige Toreinfahrten unterbrochen. Durch diese Einfahrten gelangte man in den großzügigen, gekiesten Innenhof. Die Zentralachsen sind mit großen Steinen geplastert und kreuzen sich in der Mitte des Hofes. Auf der Südseite befindet sich das sogenannte Mittelresalit. Dies ist der höchste und markanteste Teil des Gebäudes. Die barocke Bemalung in „Benediktbeurer Grün“ lässt diesen Gebäudeteil fast schloßartig wirken.

ZUK Mittelrisalit -frontal-

Mittelresalit des Maierhofes, Ansicht von Süden.

Vor rund 30 Jahren wurde die im  Maierhof betriebene Landwirtschaft letztendlich eingestellt. So existieren Fotos von z.B. der letzten Versteigerung von Tieren im Innenhof.
Zu sehen sind darauf auch die technichen Einrichtungen für eine der damals größten Biogasanlage („Bihugasanlage“) ganz Deutschlands. Auch sie wurde demontiert.

Mit großem finanziellen Aufwand wurde der Maierhof restauriert und für seine heutige Funktion, als Sitz des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) fit gemacht. Mit viel Gespür wurde die alte Pracht wieder hergestellt und auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Heute beinhaltet das Gebäude die u.a. das Rektorat, Büroräume, die Umwelt- und Jugenbildungsstätte, mehrere nostalgische Tagungsräume mit modernsten Medien, ein Biolabor, einen Meditationsraum, einen Selbstversorgerbereich und vieles mehr. Im Innenhof mit unvergleichbarer Akustik fanden schon vor Jahrhunderten Konzerte (u.a. die berühmte Carmina Burana aus Benediktbeuern) statt. Diese Tradition versucht man inzwischen wieder aufleben zu lassen: seit ein paar Jahren ist diese Location auch für weltbekannte Stars nicht mehr unbekannt.