Franz W. (2001-2002) Nistkästen sind bereit für den Frühling Veröffentlicht unter Standard
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In diesen Tagen hatte sich eine kleine Gruppe ehemaliger ZUKler unter der fachlichen Anleitung von unserem geschätzten Vogelexperten R. Schmidt aufgemacht, die über das Klosterland verteilten Nistkästen klar für die neue Brutsaison 2017 zu machen.

So machten wir uns also, mit der mit unterschiedlichen Leitern und Werkzeugen beladenen Pritsche, eines frühen Morgens auf und fuhren die Kästen ab. Oft mussten wir uns mit der langen Leiter den Weg durch unwegsames Gelände bahnen -doch es war ein Heidenspaß und wir freuen uns auf die -hoffentlich erfolgreiche- neue Brutsaison 2017. Das Wetter tat sein Übriges dazu und wir hatten einen tollen und sinnvollen Tag an der frischen Luft verbracht und viel Wissen über Flora und Fauna austauschen können.

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R. Schmidt und Andi beim Anmarsch (die Leiter wäre ideal fürs Fensterln ;- ) )

Einen bestehenden Nistkasten haben wir auch an einen anderen Baum gehängt, da hier der Anflug für die Hohltaube besser möglich ist. Stichwort: Freier Anflug. Bei jedem Kasten wurde analysiert, wer hier in der letzten Saison sein Brutgeschäft verrichtet hat, überschüssiges Nistmaterial entnommen und die Befestigung am Baum kontrolliert und ggf. nachjustiert.

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Andi beim Prüfen und Reinigen eines Hohltaubennistkastens.

Immer damit rechnend, dass ein schlafender Marder aus dem Niskasten springt, öffneten wir die Kästen sehr vorsichtig und erlebten dann aber so ganz andere Überraschungen:

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Ganz besondere Untermieter hatte dieser Nistkasten in der Saison 2016…

Honig aus dem Hohltauben-Nistkasten (Large)

HONIG! Ja, und er roch und schmeckte sogar noch!

In einem Kasten hatte es sich ein Bienenvolk gemütlich gemacht. Wir fanden tolle Waben die teilweise noch mit Honig gefüllt waren, jedoch keine einzige Biene mehr. Das Wachs haben wir mitgenommen und werden es nun in einen unserer Bienenkästen einbauen damit auch hier sinnvoll weitergenutzt wird.

Die Kästen wurden dieses mal zum Brutmonitoring per GPS erfasst und wir wollen sie in Kürze für interne Zwecke auf einer Karte zur Verfügung stellen:

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Kartierung mittels GPS.

Zu guter Letzt noch ein besonderes Schmankerl: Auch wir alten Knaben konnten es nicht verhindern, dass die Pritsche mal wieder im Moor verhockt… Mittels tatkräftiger Unterstützung zweier Jäger mit Allradfahrzeug und dem gefundenen Schlupf hinter der Rückbank, konnten wir uns aber mit Mühe und Not nochmals befreien 🙂

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Pritsche fahren ohne einmal „einhocken“ geht noch immer nicht…

Wir können Euch nur raten, auch in Euren privaten Gärten ein paar Nisthilfen zu installieren. Es ist eine spannende Sache, zu beobachten, welche Art den Kasten annimmt und ob die Brut von Erfolg gekrönt ist. Ihr leistet damit eine wichtige Unterstützung für den Naturschutz und einen kleinen Ausgleich zu den immer weniger in der Natur vorhandenen Nistmöglichkeiten.

Vielen Dank an alle Beteiligte! Besonderer Dank gilt unserem lieben Andi für die extra Anfahrt aus Regensburg, Alex H. für das verlässliche Bereitstellen von Pritsche und Leitern und Rudolf für seine Zeit und Erzählungen! TOP!

 

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